Traumhaftes Frühlingswetter war angekündigt für die Städtefahrt 2016 an den Nordrand des Odenwaldes, nach Darmstadt. Am 10. April pünktlich um 8 Uhr ging es los, mit dem Bus über Moseltal, Hunsrück und Mainz in die viertgrößte Stadt Hessens. Unterwegs im Hunsrück wurde nach alter Schinderhannesmanier Wegezoll erhoben, sprich der Fahrpreis.

Angekommen in Darmstadt stieg die resolute niederländische Stadtführerin dazu, und los ging es mit dem Bus zu einer kurzen Stadtrundfahrt. Die feudale Vergangenheit als Sitz der Landgrafen und späteren Großherzöge von Hessen-Darmstadt ist rund um die Ludwigssäule am Luisenplatz noch immer lebendig. Den Mittelpunkt der Stadt bildet das Schloss, mit dessen Bau 1735 begonnen wurde. Im 16. Jh. erklärte man es zur Residenz.

Nun ging es zur Waldspirale, einem künstlerischen Experiment von Friedensreich Hundertwasser. Die bunte Wohnanlage mit ihren verspielten Formen und Fassaden, aus denen überall Pflanzen wachsen, hat alle sehr beeindruckt.

 

Hundertwasser

 Waldspirale von Friedensreich Hundertwasser

 

Weiter ging es mit dem Bus zur Mathildenhöhe, eine Jugendstilkolonie, in der sich sieben Künstler der Jahrhundertwende Häuser und ein gemeinsames Atelier bauen durften.

Margaretenhöhe

Die Teilnehmer auf der Margarethenhöhe

 

Weithin sichtbar ist der Hochzeitsturm, der das Gelände überragt. Fast ebenso markant sind die goldenen Kuppeln der russisch-orthodoxen Kapelle, ausgestattet mit prächtigen Kacheln in intensiven Farben. Dort konnte man dem per Hand gezogenen Glockenspiel lauschen.

Hochzeitsturm 

 Hochzeitsturm und russisch-orthodoxe Kapelle

 

Nach der Mittagspause bestand die Möglichkeit das hessische Landesmuseum zu besichtigen mit seinen Höhepunkten der Ausstellung und den prähistorischen Fundstücken der Grube Messel. Einige Mitglieder zog es bei dem schönen Wetter in den angrenzenden Herrngarten, dem Schlosspark.

 

Ernst Ludewig

Ernst Ludewig


Gut gelaunt und voller schöner Eindrücke nach einem guten Abendessen im Oberwaldhaus ging es abends wieder zurück in die Heimat. Auf der Rückfahrt wurden die Ausflügler mit selbst gebackenem Kuchen und Nussecken verwöhnt. Und auch dieses mal wurden wieder voller Inbrunst einige Wanderlieder gesungen. Angekommen in Speicher sind sich alle einig:

Ein wunderschöner, harmonischer Ausflug ist zu Ende gegangen.

 

Text: Maria Comes         Fotos: Harald Thiel, Johannes Renner